Industrie in Lüneburg - der Stadtrat muss Farbe bekennen
Industrie in Lüneburg - der Stadtrat muss Farbe bekennen
Lüneburg, 30. Juni 2026 – durch die Schließung der Werke von Jungheinrich, Yanfeng und nun H.B. Fuller ist der Industriestandort Lüneburg so unter Druck wie selten zu vor. Damit geraten qualifizierte Arbeitsplätze und die Lebensleistung von vielen Beschäftigten in Gefahr. Die Kommunalpolitik muss hier Farbe bekennen und aktiv werden. Die SPD ergreift im Rat am 1. Juli mit ihren Anträgen zum Produktionsstandort von H.B. Fuller und der regionalen Wirtschaftsstrategie die Initiative.
Anfang Mai gab der US-Klebstoffhersteller H.B. Fuller bekannt, dass er sein Werk in Lüneburg binnen eines Jahres schließen möchte. Die Ankündigung von H.B. Fuller reiht sich ein in die Schließungen der Lüneburger Werke von Yanfeng und Jungheinrich. In der Resolution der SPD-Fraktion werden Leistungen der Mitarbeitenden am Standort gewürdigt, Appelle an die Unternehmensleitung von H.B. Fuller gestellt und bessere Rahmenbedingungen von Bundes- und Landespolitik gefordert. Darüber hinaus muss der Industriestandort Lüneburg langfristig gesichert und gestärkt werden. Maßnahme hierzu haben IHK, Gewerkschaften, HWK sowie Arbeitgeber-Verbände in einer regionalen Wirtschaftsstrategie für den Raum Lüneburg erarbeitet sowie Anfang Juni veröffentlicht. Der SPD-Antrag begrüßt die Initiative zu der Wirtschaftsstrategie und fordert die Verwaltung auf, die Handlungsempfehlungen auf ihre Umsetzbarkeit, Förderfähigkeit sowie Anschlussfähigkeit zu prüfen.
SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Dißelmeyer sagte dazu: „Der Verlust von Industriearbeitsplätzen darf nicht zur Normalität werden. Solidarisch mit den Mitarbeitenden müssen wir auch in der Kommunalpolitik um jeden Industriearbeitsplatz kämpfen. Aus dem Rathaus muss mehr kommen als nur Beileidsbekundungen der Oberbürgermeisterin.“
Ratsmitglied und SPD-Oberbürgermeisterkandidatin Andrea Schröder-Ehlers ergänzte: „Eine familienfreundliche Stadt braucht eine starke Wirtschaft. Denn gute Arbeitsplätze, sichere Einkommen und attraktive Ausbildungsplätze schaffen die Grundlage für ein gutes Leben. Die Vorschläge von u.a. IHK und DGB in der regionalen Wirtschaftsstrategie sollten deswegen begrüßt und intensiv bearbeitet werden.“