Andrea Schröder-Ehlers fordert Sofortprogramm für Kitas, Pflegeheime und die Innenstadt

Lüneburg, 30. Juni 2026. Während die Stadtverwaltung einen Hitzeaktionsplan erst bis Ende des Jahres fertigstellen will, drohen in diesem Sommer weitere Hitzewellen. Andrea Schröder-Ehlers, Oberbürgermeisterkandidatin der SPD, fordert deshalb ein Sofortprogramm, das noch in diesem Sommer wirkt.

"Ein Hitzeaktionsplan, der erst nach dem Sommer fertig wird, schützt niemanden in diesem Sommer", sagt Schröder-Ehlers. "Wir müssen uns jetzt darum kümmern und nicht bis zum Jahresende warten. Wir müssen jetzt etwas für die Menschen tun, die der Hitze am wenigsten entkommen können: unsere Älteren in den Pflegeheimen, unsere Kinder in den Kitas. Dafür braucht es kein neues Konzept. Es braucht Sprinkler, Ventilatoren, Schatten und eine Verwaltung, die handelt statt plant."

Konkret fordert Schröder-Ehlers:

Erstens einen Sofortschutz für besonders gefährdete Gruppen. Kitas, Horte und Jugendeinrichtungen sollen kurzfristig mit Rasensprengern und Sonnensegeln ausgestattet werden, Alten- und Pflegeheime sollten beraten werden, damit sie Ventilatoren und Kühlwesten für Bewohner und Bewohnerinnen und Personal beschaffen. Die Stadt sollte informieren und dabei helfen, die Technik schnell anzuschließen.

Zweitens kühle Orte für die ganze Stadt. Andere Städte wie Augsburg zeigen mit sogenannten Klimainseln, wie das geht: Begrünung, Verschattung, weitere Trinkbrunnen, teils Sprühnebel. Solche Maßnahmen lassen sich kurzfristig umsetzen, ohne jahrelange Planung. Zusätzlich soll die Stadt mit Kirchen, Karstadt und anderen Besitzern großer, kühler Gebäude ins Gespräch kommen, um an Hitzetagen offene Rückzugsorte für alle anzubieten, die sie brauchen.
Die Hitzekarte der Stadt ist ein erster Schritt, aber die Angebote sind spärlich. Die Kirchen in den Stadtteilen sind zum Beispiel nicht erfasst.

Drittens ein klares Datum für den Hitzeaktionsplan. Sofortmaßnahmen für gefährdete Gruppen müssen vor der nächsten Hitzewelle stehen, nicht erst im Dezember.

Finanziert werden soll das Programm aus den 250.000 Euro, die ursprünglich für die Umgestaltung des Marienplatzes vorgesehen waren.