Die Hansestadt Lüneburg verfügt über einzigartige kulturelle und bauliche Qualitäten, große soziale Integrationskräfte und hervorragende wirtschaftliche Entwicklungschancen. Denn sie ist Dank vieler innovativer Unternehmen und einer großen Zahl von Bildungseinrichtungen das Wirtschafts- und Wissenszentrum in unserer Region – und damit ist sie auch Quelle für Wachstum und Innovation.
All das macht Lüneburg zu einem herausragenden Anziehungspunkt über die Landesgrenzen hinaus. So ist die Bevölkerung der Stadt in den letzten 20 Jahren von ca. 60.000 auf rund 72.000 Einwohner angewachsen und wächst nach Prognosen für die nächsten zehn Jahre um weitere zehn Prozent. Zugleich müssen wir aber auch davon ausgehen, dass die Veränderungen in der demografischen Entwicklung vor Lüneburg nicht Halt machen. Diese Herausforderungen nehmen wir an. Unsere Antwort darauf ist die integrierte Stadtentwicklungspolitik als wichtige Voraussetzung für eine Nachhaltigkeitsstrategie.
Unser Leitbild ist die „Nachhaltige Stadt“, deren Umsetzung in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten zu konkretisieren ist. In den Planungs- und Koordinierungsprozessen werden die wichtigen Belange und Interessen der Bürger und Bürgerinnen von Anfang an berücksichtigt, die Investitionsplanungen der Stadt und der Unternehmen aufeinander abgestimmt und Wissen sowie finanzielle Ressourcen gebündelt. Insgesamt ist für uns die nachhaltige Stadtentwicklung eine Querschnittsaufgabe und ein langfristiger Prozess, um dauerhaft die Lebensgrundlagen der heutigen Generation zu sichern und sie für künftige Generationen zu erhalten.

Unsere Ziele:

Allgemeines
• Ein integriertes Stadtentwicklungskonzept für die nächsten zwei Jahrzehnte erarbeiten.
Dieses Konzept muss die wesentlichen Zielsetzungen und Leitlininien enthalten und ist
Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung, die ausdrücklich die Vernetzung
ökologischer, sozialer und ökonomischer Ansprüche vorsieht.
• Die bereits begonnenen Projekte wie das Bildungszentrum Saline, den
Bahnhofsumbau und den Museumsneubau wie geplant abschließen.
• Den bedarfsgerechten Ausbau der Einrichtungen für Bildung, Soziales, Verkehr und
Kultur sichern.
• Die wertvolle Gebäudesubstanz unserer historischen Stadt schützen.
• Vorrangig Baulücken schließen, um den Verbrauch neuer Flächen zu reduzieren.
• Bürgerinnen und Bürger an der Entwicklung ihres Lebensumfeldes beteiligen und in
Entscheidungsprozesse einbeziehen.

Lebensqualität sichern
• Kinder- und Familienfreundlichkeit als wesentlichen Standortfaktor verstehen und alle
neuen Projekte darauf ausrichten.
• In der Innenstadt weitere Straßen, wie die Bäckerstraße und die Bardowicker Straße,
umgestalten und modernisieren.
• Den demografischen Wandel als Chance nutzen und für alle Altersgruppen
zukunftsorientiert planen und gestalten.
• Die barrierefreie Stadt. Unabhängig von ihren Behinderungen sollen alle Menschen
uneingeschränkten Zugang zu Einrichtungen und Gebäuden, Straßen und öffentlichen
Verkehrsmitteln haben.
• Das Wohnumfeld in den Stadtteilen verbessern.
• Die Stadtteiltreffs ausbauen, Angebote für alle Altersgruppen bereithalten.
• Die Spielplätze modernisieren und neu gestalten.

Baugebiete und Gewerbeflächen ausweisen
• Eine koordinierte und bedarfsgerechte Bereitstellung weiterer Wohnbauflächen im
Bereich verfügbarer Baugebiete wie Hanse-Viertel, Speicher-Viertel, Rosenkamp und
Pilgerpfad.
• Bei der Bauleitplanung Möglichkeiten alternativer Siedlungs- und Wohnformen
berücksichtigen, z.B. Mehrgenerationenhäuser, Null-Energie-Häuser.
• Für die dynamische Entwicklung als Wirtschaftsstandort in der Metropolregion weitere
Gewerbeflächen im Bereich Bilmer Berg und Hafen zur Verfügung stellen.
• Die Nachnutzung von Industrie- und Gewerbebrachen planen und umsetzen, z.B. die
Gelände von Lucia und Keula-Behältertechnik.

Stadtviertel sanieren - historische Bausubstanz erhalten
• Die Fördermittel nutzen, um das Sanierungskonzept „Wasserviertel“ rund um die
Nicolai-Kirche und den Stintmarkt umzusetzen – auch um die Attraktivität rund um den
alten Hafen zu erhöhen.
• Im Stadtteil Kaltenmoor das Projekt „Soziale Stadt“ fortführen.
• Energetische Maßnahmen im Altstadtbereich besonders fördern.
• In den Stadtteilen weitere bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes
durchführen.